Die Basale Stimulation® ist….

keine Methode und keine Technik, sondern ein Konzept zur Förderung und Erhaltung der Wahrnehmungsfähigkeit beeinträchtigter Menschen.

Basale Stimulation richtet sich an:

  • Menschen mit Hemiplegie
  • Menschen mit Morbus Alzheimer
  • Demenzerkrankte Menschen
  • Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen
  • Menschen mit Spastiken
  • Patienten in der Langzeitpflege
  • Sterbende

 

Basale Stimulation kann Folgendes bewirken:

  • Entspannung und Angstabbau
  • Verbesserte Körperwahrnehmung
  • Orientierung im eigenen Körper
  • Verbesserung des Gleichgewichts
  • Förderung der Bewegungskoordination
  • Förderung der Feinmotorik
  • Erhöhte Aufmerksamkeit
  • Verminderung der Spastizität
  • Förderung der Kommunikation
  • Anregung des Appetits
  • Entspannung von schwierigen Esssituationen
  • Ruhiger Schlaf
  • Autonomie erleben
  • Aktivierung aller körperlichen und seelischen Prozesse

Gesunde Menschen nehmen über ständige Veränderung und Bewegung des Körpers bewusst und un­bewusst Informationen im Zusammenspiel aller Sinne wahr. Die Wahrnehmung wird stimu­liert und wach gehalten, z.B. über den Bodenkontakt, das Reiben der Kleidung auf dem Kör­per, über verschiedene Geräusche und Töne, über Be­wegungen im Mund, über Gerüche, über visuelle Reize, usw.
Menschen mit einer beeinträchtigten Wahrnehmung, z.Bsp. durch Unfall, Krankheit oder Alter, brauchen Anregung, um ihre Umwelt verstehen zu können. Durch die Basale Stimulation können elementare Erfahrungen über die Sinne gemacht werden.

Durch die Basale Stimulation können sich beeinträchtigte Menschen in der Bewegung und durch gezielte Berührung wahrnehmen, dabei wird das Wohlbefinden verbessert.

Die Basale Stimulation hilft beeinträchtigten Menschen mit anderen Menschen in Kontakt zu treten.

Wahrnehmungsbeeinträchtigte  Menschen sind darauf angewiesen, dass ihnen die Umwelt auf einfachste Weise nahe gebracht, sinnhafte Lageverän­derungen und Fortbewegung ermöglicht wird. Diese Menschen brauchen Betreuende, welche sie auch ohne Sprachverständnis verste­hen.
Betreuende werden bei der Begleitung beeinträchtigter Menschen im Sinne der Basalen Stimulation deren Prioritäten herausfin­den und die Angebote individuell gestalten, so dass sie in die Situation des Menschen passen. Voraussetzung dazu ist der Aufbau einer Beziehung und die Fähigkeit, Signale der Menschen wahrzunehmen, die deren Willen zum Ausdruck bringen.

Belebende oder beruhigende Waschungen, körperorientierende Ausstrei­chungen, atemstimulierende Einreibungen, die Körpergrenzen mit zusammengerollten Decken deutlich machen und andere Maßnahmen sind geeignet, um die Körperwahrnehmung und die Wahrnehmung der Umwelt zu unter­stützen.

Orale Stimulation fördert die geistige Wachheit und vertraute Gerüche können ein Sicherheitsgefühl auslösen. Auch auditive und visuelle Angebote können dem Menschen helfen, ein elementares Kör­perselbstbild aufzubauen, sich zu orientieren und Beziehung zur Umwelt aufzunehmen.